Welcher Mensch passt zu welcher Katze?
In der Regel wird sich ein zukünftiger Katzenhalter fragen, welche Katze passt zu mir. Aber auch die Katzen sind auf der Suche nach dem für sie passenden Menschen.
Selbst eine ausgehungerte und vielleicht kranke Katze wird nicht beim erst besten Menschen Unterschlupf und Hilfe suchen, den Katzen scheinen erkennen zu können, welcher Mensch zu ihnen passt.
Eine Bauernhofkatze wird sich kaum in einer kleinen Wohnung wohlfühlen. Genauso wenig, wie sich eine schüchterne Katze nicht bei einem Menschen wohlfühlen wird, der oft Besuch bekommt und auch ansonsten kein ruhiges Leben führt. Solch eine Katze ist besser bei einem Menschen aufgehoben, der selbst ruhig lebt und viel Zeit zuhause verbringt.
Eine soziale Katze, die auch mal einen Stupser einstecken kann, ohne es übel zu nehmen, ist bei einer Familie mit Kindern gut aufgehoben. Sie hat so immer Beschäftigung und Unterhaltung.
Ein Freigänger-Draufgängerkater, der schon mal verletzt nach einem Kampf nach Hause kommt, wird sich bei einem Menschen, der ihn hegt und pflegt, aber der Katze auch nicht zu sehr auf den Pelz rückt, wohlfühlen. Die Halter von Draufgänger-Kater sind oft flexibel und fahren auch schon mal mitten in der Nacht in die Tierklinik, um ihre Katze behandeln zu lassen.
Katzen, die bei Menschen leben, die sie akzeptieren, wie sie sind, wird die Katze mit Freundschaft und Loyalität begegnen. Auch bei vorübergehenden Veränderungen wird sich die Freundschaft und Loyalität der Katze nicht ändern.
Ein Workoholic oder ein Partyliebhaber strahlt für eine Katze wenig Wohlfühlatmosphäre aus und sollte sich nicht wundern, falls die Katze bei Möglichkeit in die Nachbarschaft auszieht.
Katzen sind tolerant und akzeptieren, dass ihr Mensch morgens die Wohnung verlässt und erst abends wieder nach Hause kommt und eventuell noch mal für ein paar Stunden weg ist, aber als Dauerzustand wird es bei der Katze Stress und Verhaltensauffälligkeiten auslösen.
Nicht jede Katze passt in jede Lebenssituation.






“Eine Bauernhofkatze wird sich kaum in einer kleinen Wohnung wohlfühlen.”
Kann man so pauschal meiner Meinung nach nicht sagen, es gibt gar nicht mal so wenige ehemalige Bauernhofkatzen, die von der Welt da draußen schlichtweg die Nase voll haben und dann auch nicht unbedingt eine riesige Wohnung brauchen, um glücklich zu sein (ich habe ja viel mit den Gesellen zu tun). Wobei es natürlich auch Bauernhofkatzen gibt, die weiterhin Freigang und allgemein viel Raum zum Leben brauchen, kommt immer auf die Katze an und nicht zwangsläufig nur auf die Herkunft. Gibt ja auch Wohnungskatzen, die plötzlich Freigang einfordern, obwohl sie in der Wohnung geboren sind und immer Wohnungskatzen waren.
Aber ein schöner Artikel!