Der Katzenschwanz

Katzen „kommunizieren“ auf vielfältige Weise mit anderen Katzen, aber auch mit uns. Diese Kommunikation durch den Schwanz der Katze ist keine bewusste Kommunikation, sondern eher ein „Stimmungsbarometer“ oder „Signalgeber“.

Der Katzenschwanz dient der Katze einerseits dazu im Sprung und im Fall die Balance zu halten und andererseits ist der Katzenschwanz ein Indikator für die unterschiedlichen Stimmungen der Katze aus.

Die Stellung und Bewegung des Katzenschwanzes zeigen relativ deutlich in welcher Stimmung die Katze gerade ist.

Wedelt die Katze mit dem Schwanz bedeutet es nicht – wie bei einem Hund -, dass sie sich freut, sondern die Katze befindet sich eindeutig in einer Art Konflikt.

Es stürzen so viele verschiedene Eindrücke auf sie ein, das Sie hin- und hergerissen ist. Erst, wenn die Katze eine Entscheidung getroffen hat, hört sie mit dem Schwanzwedeln auf.

Lässt die Katze ihren Schwanz auf dem Boden vor- und zurückschlagen und bewegt ihn wie eine Schlange, ist das ein Zeichen für den Halter, dass die Katze spielen will. Will die Katze in Ruhe gelassen werden, wird sie ihren Schwanz waagerecht ausgestreckt ein wenig lustlos von Seite zu Seite schwingen.

Was bedeuten die verschiedenen Schwanzbewegungen und -haltungen?

Schwanz hängt locker herunter
Hängt der Schwanz in einem großen Radius nach unten und die Schwanzspitze zeigt nach oben,ist die Katze in einer ausgeglichenen Stimmung, zufrieden und entspannt.

Erhobener Schwanz
Bei der Begrüßen oder Umschmusung des Beins des Menschens ist eine liebevolle und freundschaftliche Geste.

Hoch erhobener Schwanz mit umgeklappter Schwanzspitze
Eine freundliche Begrüßung mit leichter Unsicherheit.

Hoch erhobener, zitternder Schwanz
Die Katze ist freundig erregt, wie zum Beispiel beim Markieren des „Reviers“.

Der Schwanz sieht aus wie ein Fragezeichen
Die Katze ist gut gelaunt und voller Tatendrang.

Schwanz leicht nach oben, in großen Radius
Die Katze ist aufmerksam und neugierig.

Zucken der Schwanzspitze im Schlaf
Ein sicheres Zeichen, dass die Katze träumt.

Waagerechter Schwanz mit leicht erhobener Schwanzspitze
Die Katze will in Ruhe gelassen werden, weil sie „Wichtigeres“ zu tun hat.

Schwanz seitlich nach vorn angelegt
Entweder ist die Katze sehr verlegen oder sexuelle Erregung bei einer rolligen Kätzin.

Gesenkter und gesträubter Schwanz
Die Katze fürchtet sich. Aus Angst kann eine Katze auch Angreifen – also bitte vorsichtig sein, denn Angst macht auch eine Katze unberechenbar.

Schwanz ganz nach unten gesenkt oder zwischen die Hinterbeine gezogen
Diese Schwanzhaltung ist eine Unterwerfungsgeste.

Schwanz zwischen die Hinterbeine geklemmt
Eine verängstigte Katze, die entweder von einem Tier gejagt oder von einer Gruppe ständig unterdrückt wird. Auch nach schlechten Erfahrungen kann sich eine Katze dem Menschen gegenüber so verhalten. Auch bei Krankheit oder bei Schmerzen können Katzen diese Schwanzhaltung einnehmen.

Schwanz in einem Bogen aufwärts gerichtet und gesträubt
Eine Defensivhaltung, bei der ein Angriff nicht ausgeschlossen ist.

Hoch erhobener Schwanz mit senkrecht noch oben zeigender Schwanzspitze
Kann ein Ausdruck von Wut bei der Katze sein.

Schwanz nur an der Wurzel gestreckt, hängt sonst nach unten, mit zuckender Schwanzspitze
Eine Droh- und Abwehrhaltung bei leichter Erregung.

Schwanz waagerecht ausgestreckt und gesträubt
Zeigt eine aggressive Grundstimmung mit der Breitschaft zum Angriff an.

Schnelles und ruckartiges Hin- und Herbewegen des Schwanzes
Signalisiert Erregung jeder Art. Es kann auch sein, dass die Katze sich in einer Zwickmühle befindet und nicht weiß, was sie tun soll. Die Bewegung des Schwanzes hilft der Katze ihr seelisches Gleichgewicht zu bewahren.

Hin und her peitschender Schwanz
Zeigt eine Steigerung des Erregungszustandes an. Es ist nicht auszuschließen, dass die Katze zum Angriff übergeht.

Natürlich gibt es von den vorgenannten Schwanzhaltung individuelle Abwandlungen bei jeder Katze, den jede unserer Katzen ist einzigartig.

Quelle: „Psychologie und Verhaltenstherapie der Katze“ von Petra Twardokus



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